Schmerzen lindern, Krankheiten heilen – der menschliche Organismus verfügt über Selbstheilungskräfte, die die Entstehung von vielen Krankheiten verhindern oder im Krankheitsfall die Genesung beschleunigen können. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren und stärken können, um langfristig ein gesundes Leben zu führen.

Die Selbstheilungskräfte als wissenschaftlicher Gegenstand

Dr. Albert Schweitzer vertrat die Ansicht, in jedem menschlichen Körper wohne ein Arzt, der nur die Chance erhalten müsse, seine Wirkung zu entfalten. Der berühmte Mediziner, Philosoph und Nobelpreisträger bezog sich dabei auf die Selbstheilungskräfte, die die allgemeine Gesundheit eines Menschen maßgeblich beeinflussen. Schweitzers Gedanke war keineswegs neu, denn bereits in der Antike bezeichnete der griechische Arzt Hippokrates die Selbstheilungskräfte eines Menschen als die wirksamste Medizin überhaupt. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass der menschliche Organismus über verschiedene Mechanismen verfügt, um seine Gesundheit aktiv zu schützen. Innerhalb der Medizin haben sich mit der Psychoneuro-Immunologie und der Salutogenese eigene Fachrichtungen herausgebildet, die sich mit der Erforschung der Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers beschäftigen. Während sich die Psychoneuro-Immunologie mit den Wechselwirkungen von Psyche, Nervensystem und Immunsystem beschäftigt, hat sich die Salutogenese als wissenschaftliches Konzept etabliert, das die Entstehung der Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess definiert.

Die Selbstheilungskräfte regenerieren defektes Gewebe

Die natürlichen Selbstheilungskräfte sind dafür verantwortlich, Entzündungsprozesse in den Zellen zu stoppen, Krankheitserreger zu beseitigen und erkranktes Gewebe zu reparieren. Dies trifft nicht nur auf Infektionen, Knochenbrüche, Hautausschläge oder Wunden zu, sondern auch auf viele systemische Erkrankungen, die mitunter lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Immer wieder werden beispielsweise Fälle von Krebspatienten dokumentiert, die ihre Krankheit im fortgeschrittenen Stadium trotz aller negativen ärztlichen Prognosen erfolgreich bekämpfen konnten. In vielen Krebsfällen kommt es ohne invasive Maßnahmen wie Chemotherapie oder Bestrahlung zu einer solchen Spontanheilung, die alleine auf die Wirkung der körpereigenen Selbstheilungskräfte zurückzuführen ist.

Auch chronische Erkrankungen wie Migräne, Schmerzen des Bewegungsapparats oder Fibromyalgie, das weit verbreitete, jedoch bis heute kaum erforschte Schmerzsyndrom, können durch eine Mobilisierung der Selbstheilungskräfte deutlich gelindert oder sogar geheilt werden. Immer mehr Ärzte und Heilpraktiker setzen sich deshalb dafür ein, ganzheitliche Ansätze zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers in die schulmedizinischen Behandlungsmethoden zu integrieren.

Die psychische Gesundheit und ihr Einfluss auf die Selbstheilungskräfte

Die ganzheitliche Medizin geht davon aus, dass im Körper ein harmonisches Gleichgewicht vorherrscht, in dem die Gesundheit von Geist und Seele eine wesentliche Rolle spielt. Negative Gefühle und Gedanken bringen dieses empfindliche Gleichgewicht ins Wanken und sind an der Entstehung von Krankheiten maßgeblich beteiligt. Schon kleinste seelische Disharmonien können dazu führen, dass die aufeinander abgestimmten Prozesse im Körper gestört werden, was das Risiko für die Entstehung von Krankheiten erhöht. Wenn Sie Ihre Selbstheilungskräfte mobilisieren möchten, müssen Sie daher stets darauf achten, seelische Störungen rechtzeitig zu erkennen und mithilfe geeigneter Maßnahmen zu beheben. Dazu ist es wichtig, den engen Zusammenhang zwischen der psychischen und physischen Gesundheit zu verstehen.

Die Auswirkung von chronischem Stress auf die Gesundheit

Im Alltag ist der Mensch immer wieder damit konfrontiert, berufliche und private Herausforderungen zu bewältigen. Diese sind oftmals mit akuten Stresssituationen verbunden, auf die der Organismus mit der Ausschüttung von Stresshormonen reagiert. Stresshormone werden in Hirnanhangdrüse und Hypothalamus gebildet und gelangen über die Blutbahn in die Organe.

Eine besondere Rolle im Hormonstoffwechsel spielt das Cortisol, das in akuten Stresssituationen für einen vorübergehenden Anstieg des Blutzuckerspiegels und eine Mobilisierung des Immunsystems sorgt. In der Regel dauern solche akuten Stresssituationen nur wenige Minuten bis Stunden an und werden von Entspannungsphasen abgelöst, in denen sich der Hormonspiegel wieder normalisiert. Vorübergehende Stressmomente sind ein völlig natürlicher Zustand, der sich auf die Gesundheit durchaus positiv auswirken kann. Kommt es jedoch zwischen solchen Situationen nicht zu Entspannungsphasen, ist der Körper chronischem Stress ausgesetzt, und dieser führt zu einer ständigen Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Die Folge ist eine ununterbrochene Alarmbereitschaft des Organismus, die mit hohem Blutdruck, einer verminderten Durchblutung der Organe, einer erhöhten Insulinausschüttung und einer gehemmten Immunantwort in den Zellen einhergeht. Dies begünstigt auf lange Sicht die Entstehung verschiedener Krankheiten, die von der Ausbreitung viraler und bakterieller Entzündungsherde über Diabetes bis hin zu Krebs reichen können.

Mit Stressabbau Selbstheilungskräfte mobilisieren

Um Krankheiten zu verhindern oder deren Heilung zu beschleunigen, müssen im Körper verschiedene Prozesse in Gang gesetzt werden, die das Immunsystem stärken und die Regeneration von erkranktem Gewebe unterstützen. Diese Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren bedeutet, chronischer Stressbelastung bewusst entgegenzuwirken. Durch gezielten Stressabbau können Sie Ihren Cortisolspiegel in gesundem Rahmen halten und verhindern, dass dieses Stresshormon Ihr Immunsystem langfristig schwächt.
Regelmäßige sportliche Betätigung, idealerweise in der freien Natur, hat sich im Kampf gegen chronischen Stress besonders erfolgreich bewährt. Sie führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Serotonin, jenem Glückshormon, das den Körper vor der schädlichen Wirkung des Cortisols und der Entstehung von Depressionen schützt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Depressionen die Heilung von Krankheiten erheblich verzögern oder sogar behindern können. Zu den Maßnahmen des Stressabbaus, die das Risiko für solche psychischen Störungen reduzieren und die Selbstheilungskräfte stärken, zählen neben Sport auch Meditationsübungen, Yoga, Achtsamkeitstraining, Autosuggestion und Entspannungstechniken.
Wenn Sie im Berufsleben unter besonders hohem Leistungsdruck stehen, mit einem problematischen Arbeitsumfeld konfrontiert sind oder aufgrund familiärer Auseinandersetzungen unter chronischem Stress oder Depressionen leiden, sollten Sie zum Schutz Ihrer Gesundheit zusätzlich eine ganzheitliche Selbstheilungsmethode erlernen, ein Resilienztraining oder eine ganzheitliche Lebensberatung in Erwägung ziehen.

Positives Denken hilft dem Körper, sich selbst zu heilen

Heilpraktiker und ganzheitliche Mediziner sehen auch im intensiven Dialog mit dem eigenen Körper eine wichtige Maßnahme zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Dabei geht es darum, positive und lebensbejahende Gedanken bewusst in die Gefühlswelt mit einzubeziehen. Menschen, die unentwegt über die negativen Aspekte ihres Alltags nachdenken, über ihr Schicksal jammern oder sich vom Leben benachteiligt fühlen, sind nachweislich einem deutlich höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt.
Wenn Sie sich hingegen von positiven Gedanken und Vorstellungen leiten lassen, mobilisieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte und stärken Ihre allgemeine Gesundheit. Sagen Sie sich immer wieder gedanklich vor, dass Sie gesund und aktiv bleiben, um Ihr Leben weiterhin in vollen Zügen zu genießen. Wenn Sie an einer Krankheit leiden, erinnern Sie sich selbst mehrmals täglich bewusst daran, dass Sie so schnell wie möglich wieder gesund und fit werden. Die Wirkung solcher Gedanken wird durch regelmäßige Selbstgespräche, also durch den lebendigen Dialog mit dem eigenen Ich zusätzlich verstärkt. Versuchen Sie auch, mehrmals am Tag zu lächeln und finden Sie unbedingt etwas, worüber Sie sich freuen können. Lächeln, Freude und Lachen hemmen die Ausschüttung von Stresshormonen ebenfalls.

Selbstheilungskräfte durch Zuversicht und Glauben an die Heilung

Ein wichtiger Schlüssel zur Mobilisierung der Selbstheilungskräfte im Krankheitsfall ist die tiefe Überzeugung, wieder gesund werden zu können. Dabei spielt der Glaube an die Sinnhaftigkeit aller Erfahrungen im Leben eine wesentliche Rolle. Menschen, die eine schwere Erkrankung nicht als Bürde, sondern als Herausforderung und Chance für einen Neubeginn annehmen, finden eher in einen harmonischen gesundheitlichen Zustand zurück. Glaube und Hoffnung sind auch eng mit einer positiven Erwartungshaltung verbunden. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Zuversicht bei Patienten nachweisbare physiologische Veränderungen bewirkt, die die Selbstheilungskräfte stärken und Schmerzempfinden, Krankheitsverlauf und Heilungsfortschritt positiv beeinflussen.

Die Natur stärkt die Selbstheilungskräfte

Stärken Sie Ihr inneres Gleichgewicht auch auf sinnliche Weise, indem Sie sich die Wirkung pflanzlicher Essenzen in der Aromatherapie zunutze machen. Ätherische Öle wie Lavendel, Melisse, Kamille, Neroli oder Jasmin wirken ausgleichend auf die Psyche, entlasten das Immunsystem und stärken dadurch Ihre Selbstheilungskräfte. Sie können in der Hautpflege ebenso eingesetzt werden wie zur Aromatisierung von Wohnräumen oder in der Dampfinhalation.
Wenn Sie zusätzlich auch auf eine ausgewogene, möglichst naturbelassene Vollwerternährung und ausreichend Schlaf achten, fördern Sie die Ausschüttung von Serotonin und sind gegen Krankheiten jeder Art immer bestens gewappnet.

Jeder Mensch kann seine eigenen Selbstheilungskräfte durch bewusste Veränderungen der Lebensgewohnheiten und Denkweise stärken. Der enge Zusammenhang zwischen der psychischen und physischen Gesundheit gilt heute als wissenschaftlich bewiesen und dient immer mehr ganzheitlichen Medizinern als wichtige Grundlage für ursächliche Therapieansätze.
Sogar das von der Bundesärztekammer herausgegebene Ärzteblatt schrieb im Jahr 2012, dass jede Heilung grundsätzlich immer eine Selbstheilung bedeutet. Wer dies verinnerlicht, kann in eine enge Beziehung zum eigenen Körper treten und ihn aktiv dabei unterstützen, Krankheiten abzuwehren und zu bekämpfen.

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