Kennen Sie das Gefühl, ständig an Ihre Grenzen zu gehen und vor lauter Stress nicht mehr abschalten zu können? Dann ist es an der Zeit, etwas daran zu ändern, denn ob Magenschmerzen, Herzbeschwerden, Rückenleiden oder Depressionen: zu viel Stress macht krank. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie wichtig Entspannung ist und was Sie tun können, um sie ganz bewusst herbeizuführen.

Was bei Stress im Körper passiert

Immer mehr leisten, immer mehr wollen, immer mehr haben: In einem Lebensumfeld, das immer fordernder wird, ist Stress bei vielen Menschen an der Tagesordnung. Doch was bedeutet das für unsere Gesundheit? Seit Menschengedenken reagiert unser Körper in Notsituationen auf dieselbe Art und Weise: der Blutdruck steigt, die Hormonproduktion nimmt zu, das Herz schlägt schneller und die Atmung wird flacher. All das sind völlig natürliche Reaktionen, die uns im Zweifelsfall dabei helfen können, kurzfristig leistungsstärker zu werden. Wird dieses Notprogramm allerdings zum Dauerzustand und fehlt die Entspannung, nehmen Körper und Seele Schaden.

Die feine Grenze zwischen positivem und negativem Stress

Viele Menschen behaupten von sich, unter Stress am besten arbeiten zu können. Und das stimmt. Kurzfristig kann Stress zu sehr positiven Effekten führen, wie zum Beispiel beim Sport, in Prüfungssituationen oder bei wichtigen Verhandlungen. Positiver Stress ist wichtig, damit wir uns weiterentwickeln und Höchstleistungen bringen können. Haben wir es allerdings mit lange anhaltenden Belastungen zu tun, geht die oben beschriebene körperliche Reaktion zu Lasten unserer Gesundheit. Wann diese Grenze überschritten ist, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Jeder Mensch ist anders, und jeder Mensch hat eine andere Stresstoleranz, doch eines ist bei allen gleich: Wird die Belastungssituation zum Alltag, kann es schnell passieren, dass Warnzeichen des Körpers so lange ausgeblendet werden, bis es irgendwann zu spät ist und ernste Krankheiten die Folge sind. Lassen Sie es nicht so weit kommen und nutzen Sie diesen Beitrag, um mehr Entspannung in Ihr Leben zu bringen.

Warum Entspannung so wichtig ist und was Sie dafür tun können

Mehrere Studien haben eindeutig belegt, dass entspannte und gelassene Menschen nicht nur gesünder und erfolgreicher sind, sondern auch in jeder Lebenssituation bessere Lösungen finden. Gelassenheit, Geduld und Toleranz sind die Basis eines glücklichen Lebens, und mit den folgenden Tipps können Sie alltägliche Stresssituationen künftig deutlich gelassener meistern:

1. Alles eine Frage der Achtsamkeit

In welchen Situationen verspüren Sie Stress? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Und wann merken Sie, dass Ihnen alles zu viel wird? Je besser Sie die Hintergründe Ihrer Belastung kennen, umso schneller können Sie entsprechende Maßnahmen treffen, um ihnen entgegenzuwirken. Seien Sie achtsam und hüten Sie sich vor allgemeinen Phrasen wie „zu viel Arbeit“. Fragen Sie sich stattdessen: Welche Teile meiner Aufgaben sind besonders belastend, und was kann ich tun, um etwas daran zu ändern?

2. Emotionale Distanz schaffen

Ein wichtiger Schritt, um Entspannung zu finden, ist es, sich emotional so gut wie möglich von belastenden Situationen oder Menschen zu lösen. Wenn Sie das nächste Mal persönlich angegriffen werden, atmen Sie dreimal tief aus und denken Sie sich: „Ich erkenne deine Unzufriedenheit, deine Angst, dein Verhalten, deinen Zorn, deine Aggression. Das ist dein Leben, deine Entscheidung. Ich lasse dich in Liebe los.“

3. Perfektionismus abtrainieren

Perfektionismus ist die Angst, nicht gut genug zu sein, nicht angenommen und anerkannt zu werden. Wer ständig alles perfekt machen möchte und Fehler fürchtet, leidet häufig an Dauerstress und Frustration.
Trainieren Sie deshalb Ihr Selbstwertgefühl und üben Sie Akzeptanz! Lernen Sie, nicht nur sich selbst, sondern auch Andere so zu akzeptieren, wie sie sind: „Ich bin OK, so wie ich bin! Alles, was ich tue, ist gut genug! Du bist OK, so wie Du bist!“ Die Fähigkeit, Dinge und Sachverhalte hinnehmen zu können, wird Ihnen in einem hohen Maße Entspannung bringen.

4. Prioritäten nacheinander abhaken

Formulieren Sie Ihre Prioritäten, denn dadurch vermeiden Sie nicht nur Druck und unnötigen Stress, sondern Sie fördern auch noch Ihre Gelassenheit und Leistungsfähigkeit. Im Idealfall haken Sie diese Prioritäten dann nach und nach ab, anstatt sich im Multitasking zu üben. Wenn Sie Aufgaben Schritt für Schritt erledigen, bleiben Sie gelassener, machen weniger Fehler und arbeiten effizienter.

5. Ausgleich im Alltag finden

Entspannung erfährt nur, wer bewusst auf sich achtet. Steuern Sie deshalb gegen, sobald sich Ihr emotionaler Zustand aufgrund stressiger Situationen verschlechtert. Was tut Ihnen gut? Bei welchen Tätigkeiten oder Gedanken fühlen Sie sich wohl? Je besser Sie sich selbst kennen, desto einfacher wird es Ihnen fallen, stressige Phasen mit Wohlfühlmomenten auszugleichen. Im Idealfall bauen Sie diese Momente der Erholung fest in Ihren Alltag ein. Üben Sie jeden Tag eine Tätigkeit aus, die Sie mögen: Spazieren, Joggen, Tanzen, Freunde treffen, ein Hobby finden. So können Sie Ausgeglichenheit lernen und Ruhe finden.

6. Ändern Sie sich selbst

Die Umstände lassen sich nicht ändern? Dann ändern Sie Ihre eigene Wahrnehmung, denn die meisten Situationen können Sie entweder positiv oder negativ sehen. Sie haben immer die freie Wahl!
Wenn Sie das nächste Mal gestresst sind und merken, dass Sie beginnen, sich impulsiv zu ärgern, atmen Sie dreimal aus, halten Sie inne und nehmen Sie sich Zeit, um wieder klar und frei denken zu können. Fragen Sie sich, was genau passiert ist, ob es wirklich so schlimm ist und wie Sie am besten mit der Situation umgehen können. Entspannung ist auch Willenssache.

7. Sie sind der Herr über Ihren Körper

Wenn ein Mensch negative Emotionen wie Traurigkeit, Verbissenheit, Unruhe, Druck oder Hektik verspürt, äußert sich das auch in seiner Haltung und in körperlichen Symptomen wie Herzrasen oder einem flachen Atem. Versuchen Sie deshalb, Ihren Körper in derartigen Situationen bewusst aufzurichten und zu lächeln. Es ist erstaunlich, wie schnell sich Wahrnehmung und Stimmung allein durch die richtige Körperhaltung und ein simples Lächeln positiv verändern können. Bemühen Sie sich zudem, Ihre Muskeln ganz bewusst zu entspannen, um Stress zu bewältigen und negative Emotionen besser kontrollieren zu können.

8. Achten Sie auf Ihre Gedanken

Welche Gedanken kommen Ihnen in welchen Situationen immer wieder? Und welche dieser Gedanken sind mit Hektik oder Angst verbunden? „Das ist so schlecht!“ ist ein aus negativen Emotionen entstandener Gedanke. „Ich finde einen Weg, um diese Aufgabe zu lösen“ ist ein ruhiger Gedanke. Machen Sie sich bewusst, wie unterschiedlich Ihre Gedanken sind, um ihnen bei Bedarf entgegenwirken zu können und echte Entspannung zu finden.

9. Bewusste Autosuggestion

Finden Sie Affirmationen, die Sie beruhigen: „Ruhe ist meine größte Stärke. Ich bleibe immer entspannt und gelassen. Ich halte meine Mitte.“ Wiederholen Sie kurze Sätze wie diesen so oft wie möglich. Damit können Sie sehr gute Ergebnisse erzielen und in schwierigen Situationen die Ruhe bewahren.

10. Bewegen Sie sich

Bewegung ist das natürlichste Mittel gegen Stress und Ärger, denn sie baut unmittelbar Stresshormone ab und schafft Distanz zu einer Situation, die Sie ärgert. Das nächste Mal, wenn Ihnen alles über den Kopf wächst und Sie sich nach Entspannung sehnen, stehen Sie auf, gehen Sie ein paar Schritte und gähnen Sie genussvoll. Zusätzlich können Sie auch noch alle Wut und Ärger in einer imaginären Wolke sammeln, die Sie dann bewusst ausatmen. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis Sie sich entspannt haben.

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